Wien streicht Senioren-Einzeltickets! Matiasek:„Empörender Anschlag auf die ältere Generation!“

Der WSR kann es nicht fassen, wie seniorenfeindlich die Stadt Wien agiert: Trotz der enormen finanziellen Belastung und de-facto-Pensionskürzungen wird nun der Senioren-Einzelfahrschein gestrichen. Für viele ältere Menschen bedeutet das über Nacht 113 Prozent mehr Kosten für eine einzige Fahrt mit den Öffis – ein Anschlag auf Mobilität und niedrige Pensionen.

Es gibt viele Senioren, die kein Auto haben, aber auch nicht täglich unterwegs sind. Und viele andere, die ein Auto haben und deshalb innerstädtisch nicht regelmäßig die Öffis nutzen. Für sie alle lohnt sich eine Jahreskarte nicht. Sie fahren nur ab und zu – zum Arzt, ins Spital, zu Freunden. Und genau diese Menschen werden jetzt eiskalt im Regen stehen gelassen.

Stimmen unserer Mitglieder
Wir bekommen derzeit unzählige Briefe und Anrufe:

  1. „Ich brauche kein Jahresticket, aber ein paar Mal im Monat fahre ich ins Spital oder zu Freunden. Diese Preiserhöhung ist für mich schlicht unleistbar.“
  2. „Dass alte Fahrscheine nur über komplizierte Verfahren und innerhalb kurzer Fristen umgetauscht werden können, ist eine zusätzliche Zumutung.“
  3. „Mobilität bedeutet Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in Wien – und die darf nicht vom Einkommen abhängen.“

Soziale Abfederung? Von wegen!
Wenn Stadträtin Ulli Sima sagt, „Ziel ist immer, dass die Belastungen sozial abgefedert werden“, dann können wir nur den Kopf schütteln. In Wirklichkeit werden die Älteren massiv belastet Viele mit kleinem Einkommen oder eingeschränkter Mobilität werden künftig genau überlegen müssen, ob sie sich eine Fahrt überhaupt noch leisten können.

Angesichts der sonstigen enormen Teuerungen für Lebensmittel, Energie und Miete, die uns alle belastet, eine schallende Ohrfeige für die ältere Generation. „So kann das nicht weitergehen“, sagt WSR-Obfrau Veronika Matiasek: „Wenn zusätzlich jetzt auch noch die de-facto-Kürzung der Pensionen durch die Regierung aufrecht bleibt, dann werden viele aufwachen. Und bei den nächsten Wahlen muss sich das Blatt politisch dann wirklich wenden.“